Bisher habe ich die beiden Kairiner Warš-Drucke (Zwitēn 1929 und Muḥ ʿAbdarRaḥmān Muḥ 1964) und die marokkanischen Staatskorane erwähnt.
Es gab aber viel mehr: algerische, tunesische, lybische, aber auch aus weniger bedeutende aus Kairo, welche aus Damaskus und aus Medina.
Mittwoch, 19. August 2026
Samstag, 15. August 2026
Staatskorane
"Staatskoran" ist kein geschützter Begriff. Ich verstehe darunter einen muṣḥaf, von dem es eine Luxusausgabe gibt, die Staatsgästen oder verdienten Muslimen verliehen wird.Oft gibt es davon auch einfachere Ausgaben, ob identisch in Größe und Aufmachung, nur auf billigerem Papier, wie beim Muṣḥaf al-Ǧumhurīya at-Tunisīya von benʿAlī oder in Ausgaben vom Taschenbuch mit Reisverschluss bis zur Mosche-Ausgabe wie beim Muṣḥaf al-Ǧāmaharīya von Muʿammār al-Qaḏḏāfī. Wie man an diesen beiden sehen kann sind sie oft mit dem Namen eines Führers verbunden. Der Muṣḥaf Maṣr etwa als "Muṣḥaf as-Sīsī". Bezeichnend für diesen "modernen" Staatskoran ist, man man ihn eher als App findet, denn als gedrucktes Buch.
Lybien
Tunesien
Marokko
Vermutlich den ersten ließ Hasan II 1391/1971 zu seinen Ehren machen. Zum 25. Thronjubibläum ließ er den "Siebener" produzieren: groß und in Farbe, und einfach schwarz-weiß: Sieben marokkanische Kalligrpahen schrieben ihn und sieben Illuminatoren schufen die Rahmen für die sieben Teile.Mauretanien
Bosnien
Es gibt keinen Koran des Gesamtstaates, wohl auch keinen der kroatisch-bosniakischen Föderation. Der "Staatskoran" hat kein Titelblatt, weder in arabischen, noch in lateinischen oder kyrillischen Buchstaben, es gibt keine Paginierung, keinen Index, kein Impressum, lediglich, die Angabe, dass er in der Yıldız Druckerei (İstanbul) gedruckt worden sein und das sich die Handschrift in der Gazi-Husrev-Beg Bibliothek in Sarajewo unter der KatalogNr R.12 befinde, dass er von Aḥmad Muḥammad al-Muḥaǧir ad-Daǧistānī in Makka geschrieben und von Faḍil Baša Šerifović gespendet sei. Er ist also entweder ein Koran der muslimischen Gemeinschaft oder sogr nur der Beibliothek.Obwohl von einem osmanischen Würdenträger gespendet, ist es kein lupenrein osmanischen muṣḥaf: er zeigt persischen Einfluss: sowohl das wa-/und am Schluss einer Zeile wie die Form des Binnen-hehs, das meist nach unten geht.
Keine Assimilierung, kein iqlāb-mīm.
Bemerkenswert in 2:7 /al-ʾāḫiri/ mit einem hamza-Zeichen im alif-lām. ‒
Freitag, 13. März 2026
iẓhār nūn ii
وَمَن
يَهۡدِ
ٱللَّهُ
فَمَا
لَهُۥ
مِن
مُّضِلٍّۗ
أَلَيۡسَ
ٱللَّهُ
بِعَزِيزٖ
ذِي
ٱنتِقَامٖ
٣٧
وَلَئِن
سَأَلۡتَهُم
مَّنۡ
خَلَقَ
ٱلسَّمَٰوَٰتِ
وَٱلۡأَرۡضَ
لَيَقُولُنَّ
ٱللَّهُۚ
قُلۡ
أَفَرَءَيۡتُم
مَّا
تَدۡعُونَ
مِن
دُونِ
ٱللَّهِ
إِنۡ
أَرَادَنِيَ
ٱللَّهُ
بِضُرٍّ
هَلۡ
هُنَّ
كَٰشِفَٰتُ
ضُرِّهِۦٓ
أَوۡ
أَرَادَنِي
بِرَحۡمَةٍ
هَلۡ
هُنَّ
مُمۡسِكَٰتُ
رَحۡمَتِهِۦۚ
قُلۡ
حَسۡبِيَ
ٱللَّهُۖ
عَلَيۡهِ
يَتَوَكَّلُ
ٱلۡمُتَوَكِّلُونَ
٣٨
الزُّمَر
37 wa-ma‒yahdi (teilassimiliert) llāhu fa-mā lahū mi‒muḍillin ʾa-laisa llāhu bi-ʿazīzin ḏĭ ntiqāmin
38 wa-la-ʾin saʾaltahum•man ḫalaqa (iẓhār) ‒samāwāti wa-l-ʾarḍa la-yaqūlunna llāhu qul ʾa-fa-raʾaitum•mā tadʿūna min dūni llāhi ʾin ʾarādaniya (iẓhār) llāhu bi-ḍurrin hal (iẓhār) hunna kāšifātu ḍurrihī᷈ ʾau ʾarādanī bi-raḥmatin hal (iẓhār) hunna mumsikātu (bei Pause: mumsikātun) raḥmatihī qul ḥasbiya llāhu ʿalaihi yatauakkalu l-mutaukkilūna
(‒ und • stehen für Zusammenlesen)
ein früherer post und noch einer (englisch) ‒
الزُّمَر
37 wa-ma‒yahdi (teilassimiliert) llāhu fa-mā lahū mi‒muḍillin ʾa-laisa llāhu bi-ʿazīzin ḏĭ ntiqāmin
38 wa-la-ʾin saʾaltahum•man ḫalaqa (iẓhār) ‒samāwāti wa-l-ʾarḍa la-yaqūlunna llāhu qul ʾa-fa-raʾaitum•mā tadʿūna min dūni llāhi ʾin ʾarādaniya (iẓhār) llāhu bi-ḍurrin hal (iẓhār) hunna kāšifātu ḍurrihī᷈ ʾau ʾarādanī bi-raḥmatin hal (iẓhār) hunna mumsikātu (bei Pause: mumsikātun) raḥmatihī qul ḥasbiya llāhu ʿalaihi yatauakkalu l-mutaukkilūna
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