ein besonders interessanter UT1 erschien 1427/2006 unter der Schirmherrschaft des Sultans von Brunai
Text in schwarz
Voaklzeichen in rot
Versnummern in grün
Pausenzeichen in blau
und in grün gibt es auch einen Punkt bei alif-waṣl: ein Punkt oben für /a/, in der Mitte für /u/, unten für /i/.
In der zweiten Zeile von S. 86 zweimal: /a/
auch in Zeilen 4,5,6 ein /a/
Am Übergang von Vers 49 zu 50 gibt es gleich zwei MerkWürdigkeiten: ein nūn qutni, das zeigt dass fatīlaninẓur zu sprechen ist. Und FALLS man stoppt und mit Vers50 neu beginnt: unzuru !
Samstag, 7. März 2026
Donnerstag, 10. April 2025
Afrika vs. Asien (Maġrib oder IPak)
Es gibt viele verschiedene Arten, den Koran zu schreiben.
Man kann sie in zwei Gruppen einteilen:
Afrika, Andalusien, (seit 1924 bzw. 1980:) Arabien und
Asien (Indien, Pakistan, Indonesien, Südafrika, Türkei, Iran).
Die Hauptunterschiede sind:
Während Afrika nur Kurzvokalzeichen hat (die durch Vokale gelängt werden können/müssen),
(diese Schreibung folgt den Grammatikern, die ḥarakāt + ḥuruf al-madd sehen)
hat Asien außer den drei Kurzvokalzeichen, zwei (Osmanen, Perser) oder drei (Inder) Langvokalzeichen.
(vielleicht durch die Schreibung der mātrā in Devanagari beeinflusst)
Während Afrika drei Sorten von tanwīn-Zeichen (iẓhār, iḫfāʾ/idġām, tamīm) hat,
hat Asien nur eine Sorte (benutzt jedoch iẓhār nūn).
Es sei angemerkt, dass die Aussprache von vokallosem nūn durch den folgenden Buchstaben zwingend gereglt wird,
die Unterscheidung in drei ( wiewo nicht sieben?) willkürlich ist, und iẓhār nūn klarer ist, als versetzte Vokalzeichen.
Im folgenden Bild (aus einem Bombay-Druck): in der ersten Zeile (gehelltes) nūn (weil vor einem Rachenlaut); beim letzten Wort der Zeile /yauma/ ist ein Šadda über dem yāʾ: das Schluss-nūn von /ʿaẓīmin/ wird teil-assimiliert:
Wie genau die Langvokalzeichen benutzt werden, variert.
Die neuste Variante nenne ich nIran:
Sie benutzt weder das arabische Längen durch Vokale, noch die asiatischen Langvokalzeichen, sondern liest die Vokalbuchstaben als Langvokale, es sei denn sie haben ein Vokalzeichen = sind also Kon-Sonanten.
Die klare asiatische Variante liegt uns nur in Handschriften vor ‒
vor allem solchen aus dem 17. Jahrhundert aus Kaschmir, etwa MS 2981 der Schøyen Collection, Oslo and London.
In dieser Variante stehen die Kurzvokalzeichen für kurze Vokale, die Langvokalzeichen für lange.
Während in dem heute gängigen indischen Verfahren vor einem passenden Langvokalbuchstaben die Kurzvokalzeichen gebraucht werden:
also fatha vor alif, kasra vor yāʾ und ḍamma vor wau.
Auf der Rechten sehen Sie den Beginn der Sure al-Baqara aus einem Druck der Tāj Com. Ltd.
auf der Linken aus dem Manuskript der Schøyen Sammlung, Oslo:
rechts ḍamma vor wau, links gedrehtes/gelängtes ḍamma ‒ die waus sind funktionslos = da sie nichts tragen, sind sie stumm.
Auf der folgenden Doppelseite habe ich nicht nur lang-ḍamma+wau, sondern auch lang-fatḥa+alif und lang-kasra+yāʾ hervorgehoben.
Man beachte rechts in der vorletzten Zeile /alaḏḏīna/ wo das yāʾ keine Punkte hat, aber durch das lang-kasra eindeutig ist.
Selten ist der Fall, wo hinter lang-ḍamma (was hier eine besondere Form hat!) kein wau folgt. Zu der Stelle habe ich schwarz-weiß die Stelle aus dem Tāj-Druck eingefügt. (Nebenbei: In Vers 12 hat der Schreiber einen Fehler gemacht: /wa- wa-lakina/: das wa- ist doppelt.) Wegen der besonderen Form des ḍamma, habe ich weiter gesucht und (links, zweite Zeile, Mitte) /fa'innahū/ gefunden: Dies Manuskript hat drei ḍamma-Formen: kurz, lang vor wau, lang ohne wau For those who could not follow:
In the spoken (oral) qurʾān there are three short vowels,
three long vowels,
three undetermination endings (inflections),
two diphongs plus no-vowel:
a | i | u
َ | ِ | ُ
ā | ī | ū
ٰ | ٖ | ۥ
-an| -in| -un
ً | ٍ | ٌ
au | ai | x
َ ى | و َ | ۡ
In the Arabic script there are no vowels, nor consonants (just letters);
the letters و , ى , ا are used for long vowels, (sometimes) for short vowels, and for consonants:
ا for a, ā and ʾ (the glottal stop); ى for i, ī and y ; و for u, ū and w .
For long vowels
the West uses vowel sign + lengthening letter,
the East long vowel signs.
For long vowels, in Northern India (Afġānistān, Kašmīr ...) before 1850 always long vowel signs were used,
while today when there is an alif after fatḥa,
or a yāʾ after kasra
or wau after ḍamma, short (normal) vowel signs are used ‒ like in the West.
What is special in this mansuscript:
for ū without wau, there is a special form of turned/long ḍamma.
I have looked at less than ten mss. form the north-west of the subcontinent before 1850:
they consistently use the long-vowel signs, but the special long-vowel sign when no wau follows, seems to be singular.
Below a ms. form the library of the University of Michigan. I duplicated two ū-signs in the middle of the right page: one before wau, one without wau: they are the same.
((Just to make it clear: After the "ḍamma without wau" there is a wau, but that wau carries a fatḥa = is a consonant, not a /ḥarf madd/ = not a lengthening letter.)) two more: Last I show that long-fatḥa /ā/ is used this way not only in "early" North-India, but in Syrian incriptions and Persian maṣāḥif as well: Es gibt viele verschiedene Arten, den Koran zu schreiben.
Man kann sie in zwei Gruppen einteilen:
Afrika, Andalusien, (seit 1924 bzw. 1980:) Arabien und
Asien (Indien, Pakistan, Indonesien, Südafrika, Türkei, Iran).
Die Hauptunterschiede sind:
Während Afrika nur Kurzvokalzeichen hat (die durch Vokale gelängt werden können/müssen), (diese Schreibung folgt den Grammatikern, die ḥarakāt + ḥuruf al-madd sehen)
hat Asien außer den drei Kurzvokalzeichen, zwei (Osmanen, Perser) oder drei (Inder) Langvokalzeichen. Während Afrika drei Sorten von tanwīn-Zeichen (iẓhār, iḫfāʾ/idġām, tamīm) hat, hat Asien nur eine Sorte (benutzt jedoch iẓhār nūn). Es sei angemerkt, dass die Aussprache von vokallosem nūn durch den folgenden Buchstaben zwingend gereglt wird, die Unterscheidung in drei ( wiewo nicht sieben?) willkürlich ist, und iẓhār nūn klarer ist, als versetzte Vokalzeichen. Im folgenden Bild (aus einem Bombay-Druck): in der ersten Zeile (gehelltes) nūn (weil vor einem Rachenlaut); beim letzten Wort der Zeile /yauma/ ist ein Šadda über dem yāʾ: das Schluss-nūn von /ʿaẓīmin/ wird teil-assimiliert:
Wie genau die Langvokalzeichen benutzt werden, variert.
Die neuste Variante nenne ich nIran:
Sie benutzt weder das afrikanische Längen durch Vokale, noch die asiatischen Langvokalzeichen,
sondern liest die Vokalbuchstaben als Langvokale, es sei denn sie haben ein Vokalzeichen = sind also Kon-Sonanten.
Die klare asiatische Variante liegt uns nur in Handschriften vor ‒
vor allem solchen aus dem 17. Jahrhundert aus Kaschmir, etwa MS 2981 der Schøyen Collection, Oslo and London.
In dieser Variante stehen die Kurzvokalzeichen für kurze Vokale, die Langvokalzeichen für lange.
Während in dem heute gängigen indischen Verfahren vor einem passenden Langvokalbuchstaben die Kurzvokalzeichen gebraucht werden:
also fatha vor alif, kasra vor yāʾ und ḍamma vor wau.
Auf der Rechten sehen Sie den Beginn der Sure al-Baqara aus einem Druck der Tāj Com. Ltd.
auf der Linken aus dem Manuskript der Schøyen Sammlung, Oslo: rechts ḍamma vor wau, links gedrehtes/gelängtes ḍamma ‒ die waus sind funktionslos = da sie nichts tragen, sind sie stumm. Auf der folgenden Doppelseite habe ich nicht nur lang-ḍamma+wau, sondern auch lang-fatḥa+alif und lang-kasra+yāʾ hervorgehoben. Man beachte rechts in der vorletzten Zeile /alaḏḏīna/ wo das yāʾ keine Punkte hat, aber durch das lang-kasra eindeutig ist. Selten ist der Fall, wo hinter lang-ḍamma (was hier eine besondere Form hat!) kein wau folgt. Zu der Stelle habe ich schwarz-weiß die Stelle aus dem Tāj-Druck eingefügt. (Nebenbei: In Vers 12 hat der Schreiber einen Fehler gemacht: /wa- wa-lakina/: das wa- ist doppelt.) Wegen der besonderen Form des ḍamma, habe ich weiter gesucht und (links, zweite Zeile, Mitte) /fa'innahū/ gefunden: Dies Manuskript hat drei ḍamma-Formen: kurz, lang vor wau, lang ohne wau For those who could not follow:
In the spoken (oral) qurʾān there are three short vowels,
three long vowels, three undetermination endings (inflections),
two diphongs plus no-vowel:
a | i | u
َ | ِ | ُ
ā | ī | ū
ٰ | ٖ | ۥ
-an| -in| -un
ً | ٍ | ٌ
au | ai | x
َ ى | و َ | ۡ
In the Arabic script there are no vowels, nor consonants (just letters);
the letters و , ى , ا are used for long vowels, (sometimes) for short vowels, and for consonants:
ا for a, ā and ʾ (the glottal stop); ى for i, ī and y ; و for u, ū and w .
For long vowels
the West uses vowel sign + lengthening letter,
the East long vowel signs.
For long vowels, in Northern India (Afġānistān, Kašmīr ...) before 1850 always long vowel signs were used,
while today when there is an alif after fatḥa,
or a yāʾ after kasra
or wau after ḍamma, short (normal) vowel signs are used ‒ like in the West.
What is special in this mansuscript:
for ū without wau, there is a special form of turned/long ḍamma.
I have looked at less than ten mss. form the north-west of the subcontinent before 1850:
they consistently use the long-vowel signs, but the special long-vowel sign when no wau follows, seems to be singular.
Below a ms. form the library of the University of Michigan. I duplicated two ū-signs in the middle of the right page: one before wau, one without wau: they are the same.
((Just to make it clear: After the "ḍamma without wau" there is a wau, but that wau carries a fatḥa = is a consonant, not a /ḥarf madd/ = not a lengthening letter.)) two more: Last I show that long-fatḥa /ā/ is used this way not only in "early" North-India, but in Syrian incriptions and Persian maṣāḥif as well: ‒
Man kann sie in zwei Gruppen einteilen:
Afrika, Andalusien, (seit 1924 bzw. 1980:) Arabien und
Asien (Indien, Pakistan, Indonesien, Südafrika, Türkei, Iran).
Die Hauptunterschiede sind:
Während Afrika nur Kurzvokalzeichen hat (die durch Vokale gelängt werden können/müssen),
(diese Schreibung folgt den Grammatikern, die ḥarakāt + ḥuruf al-madd sehen)
hat Asien außer den drei Kurzvokalzeichen, zwei (Osmanen, Perser) oder drei (Inder) Langvokalzeichen.
(vielleicht durch die Schreibung der mātrā in Devanagari beeinflusst)
Während Afrika drei Sorten von tanwīn-Zeichen (iẓhār, iḫfāʾ/idġām, tamīm) hat,
hat Asien nur eine Sorte (benutzt jedoch iẓhār nūn).
Es sei angemerkt, dass die Aussprache von vokallosem nūn durch den folgenden Buchstaben zwingend gereglt wird,
die Unterscheidung in drei ( wiewo nicht sieben?) willkürlich ist, und iẓhār nūn klarer ist, als versetzte Vokalzeichen.
Im folgenden Bild (aus einem Bombay-Druck): in der ersten Zeile (gehelltes) nūn (weil vor einem Rachenlaut); beim letzten Wort der Zeile /yauma/ ist ein Šadda über dem yāʾ: das Schluss-nūn von /ʿaẓīmin/ wird teil-assimiliert:
Wie genau die Langvokalzeichen benutzt werden, variert.
Die neuste Variante nenne ich nIran:
Sie benutzt weder das arabische Längen durch Vokale, noch die asiatischen Langvokalzeichen, sondern liest die Vokalbuchstaben als Langvokale, es sei denn sie haben ein Vokalzeichen = sind also Kon-Sonanten.
Die klare asiatische Variante liegt uns nur in Handschriften vor ‒
vor allem solchen aus dem 17. Jahrhundert aus Kaschmir, etwa MS 2981 der Schøyen Collection, Oslo and London.
In dieser Variante stehen die Kurzvokalzeichen für kurze Vokale, die Langvokalzeichen für lange.
Während in dem heute gängigen indischen Verfahren vor einem passenden Langvokalbuchstaben die Kurzvokalzeichen gebraucht werden:
also fatha vor alif, kasra vor yāʾ und ḍamma vor wau.
Auf der Rechten sehen Sie den Beginn der Sure al-Baqara aus einem Druck der Tāj Com. Ltd.
auf der Linken aus dem Manuskript der Schøyen Sammlung, Oslo:
rechts ḍamma vor wau, links gedrehtes/gelängtes ḍamma ‒ die waus sind funktionslos = da sie nichts tragen, sind sie stumm.
Auf der folgenden Doppelseite habe ich nicht nur lang-ḍamma+wau, sondern auch lang-fatḥa+alif und lang-kasra+yāʾ hervorgehoben.
Man beachte rechts in der vorletzten Zeile /alaḏḏīna/ wo das yāʾ keine Punkte hat, aber durch das lang-kasra eindeutig ist.
Selten ist der Fall, wo hinter lang-ḍamma (was hier eine besondere Form hat!) kein wau folgt. Zu der Stelle habe ich schwarz-weiß die Stelle aus dem Tāj-Druck eingefügt. (Nebenbei: In Vers 12 hat der Schreiber einen Fehler gemacht: /wa- wa-lakina/: das wa- ist doppelt.) Wegen der besonderen Form des ḍamma, habe ich weiter gesucht und (links, zweite Zeile, Mitte) /fa'innahū/ gefunden: Dies Manuskript hat drei ḍamma-Formen: kurz, lang vor wau, lang ohne wau For those who could not follow:
In the spoken (oral) qurʾān there are three short vowels,
three long vowels,
three undetermination endings (inflections),
two diphongs plus no-vowel:
a | i | u
َ | ِ | ُ
ā | ī | ū
ٰ | ٖ | ۥ
-an| -in| -un
ً | ٍ | ٌ
au | ai | x
َ ى | و َ | ۡ
In the Arabic script there are no vowels, nor consonants (just letters);
the letters و , ى , ا are used for long vowels, (sometimes) for short vowels, and for consonants:
ا for a, ā and ʾ (the glottal stop); ى for i, ī and y ; و for u, ū and w .
For long vowels
the West uses vowel sign + lengthening letter,
the East long vowel signs.
For long vowels, in Northern India (Afġānistān, Kašmīr ...) before 1850 always long vowel signs were used,
while today when there is an alif after fatḥa,
or a yāʾ after kasra
or wau after ḍamma, short (normal) vowel signs are used ‒ like in the West.
What is special in this mansuscript:
for ū without wau, there is a special form of turned/long ḍamma.
I have looked at less than ten mss. form the north-west of the subcontinent before 1850:
they consistently use the long-vowel signs, but the special long-vowel sign when no wau follows, seems to be singular.
Below a ms. form the library of the University of Michigan. I duplicated two ū-signs in the middle of the right page: one before wau, one without wau: they are the same.
((Just to make it clear: After the "ḍamma without wau" there is a wau, but that wau carries a fatḥa = is a consonant, not a /ḥarf madd/ = not a lengthening letter.)) two more: Last I show that long-fatḥa /ā/ is used this way not only in "early" North-India, but in Syrian incriptions and Persian maṣāḥif as well: Es gibt viele verschiedene Arten, den Koran zu schreiben.
Man kann sie in zwei Gruppen einteilen:
Afrika, Andalusien, (seit 1924 bzw. 1980:) Arabien und
Asien (Indien, Pakistan, Indonesien, Südafrika, Türkei, Iran).
Die Hauptunterschiede sind:
Während Afrika nur Kurzvokalzeichen hat (die durch Vokale gelängt werden können/müssen), (diese Schreibung folgt den Grammatikern, die ḥarakāt + ḥuruf al-madd sehen)
hat Asien außer den drei Kurzvokalzeichen, zwei (Osmanen, Perser) oder drei (Inder) Langvokalzeichen. Während Afrika drei Sorten von tanwīn-Zeichen (iẓhār, iḫfāʾ/idġām, tamīm) hat, hat Asien nur eine Sorte (benutzt jedoch iẓhār nūn). Es sei angemerkt, dass die Aussprache von vokallosem nūn durch den folgenden Buchstaben zwingend gereglt wird, die Unterscheidung in drei ( wiewo nicht sieben?) willkürlich ist, und iẓhār nūn klarer ist, als versetzte Vokalzeichen. Im folgenden Bild (aus einem Bombay-Druck): in der ersten Zeile (gehelltes) nūn (weil vor einem Rachenlaut); beim letzten Wort der Zeile /yauma/ ist ein Šadda über dem yāʾ: das Schluss-nūn von /ʿaẓīmin/ wird teil-assimiliert:
Wie genau die Langvokalzeichen benutzt werden, variert.
Die neuste Variante nenne ich nIran:
Sie benutzt weder das afrikanische Längen durch Vokale, noch die asiatischen Langvokalzeichen,
sondern liest die Vokalbuchstaben als Langvokale, es sei denn sie haben ein Vokalzeichen = sind also Kon-Sonanten.Die klare asiatische Variante liegt uns nur in Handschriften vor ‒
vor allem solchen aus dem 17. Jahrhundert aus Kaschmir, etwa MS 2981 der Schøyen Collection, Oslo and London.
In dieser Variante stehen die Kurzvokalzeichen für kurze Vokale, die Langvokalzeichen für lange.
Während in dem heute gängigen indischen Verfahren vor einem passenden Langvokalbuchstaben die Kurzvokalzeichen gebraucht werden:
also fatha vor alif, kasra vor yāʾ und ḍamma vor wau.
Auf der Rechten sehen Sie den Beginn der Sure al-Baqara aus einem Druck der Tāj Com. Ltd.
auf der Linken aus dem Manuskript der Schøyen Sammlung, Oslo: rechts ḍamma vor wau, links gedrehtes/gelängtes ḍamma ‒ die waus sind funktionslos = da sie nichts tragen, sind sie stumm. Auf der folgenden Doppelseite habe ich nicht nur lang-ḍamma+wau, sondern auch lang-fatḥa+alif und lang-kasra+yāʾ hervorgehoben. Man beachte rechts in der vorletzten Zeile /alaḏḏīna/ wo das yāʾ keine Punkte hat, aber durch das lang-kasra eindeutig ist. Selten ist der Fall, wo hinter lang-ḍamma (was hier eine besondere Form hat!) kein wau folgt. Zu der Stelle habe ich schwarz-weiß die Stelle aus dem Tāj-Druck eingefügt. (Nebenbei: In Vers 12 hat der Schreiber einen Fehler gemacht: /wa- wa-lakina/: das wa- ist doppelt.) Wegen der besonderen Form des ḍamma, habe ich weiter gesucht und (links, zweite Zeile, Mitte) /fa'innahū/ gefunden: Dies Manuskript hat drei ḍamma-Formen: kurz, lang vor wau, lang ohne wau For those who could not follow:
In the spoken (oral) qurʾān there are three short vowels,
three long vowels, three undetermination endings (inflections),
two diphongs plus no-vowel:
a | i | u
َ | ِ | ُ
ā | ī | ū
ٰ | ٖ | ۥ
-an| -in| -un
ً | ٍ | ٌ
au | ai | x
َ ى | و َ | ۡ
In the Arabic script there are no vowels, nor consonants (just letters);
the letters و , ى , ا are used for long vowels, (sometimes) for short vowels, and for consonants:
ا for a, ā and ʾ (the glottal stop); ى for i, ī and y ; و for u, ū and w .
For long vowels
the West uses vowel sign + lengthening letter,
the East long vowel signs.
For long vowels, in Northern India (Afġānistān, Kašmīr ...) before 1850 always long vowel signs were used,
while today when there is an alif after fatḥa,
or a yāʾ after kasra
or wau after ḍamma, short (normal) vowel signs are used ‒ like in the West.
What is special in this mansuscript:
for ū without wau, there is a special form of turned/long ḍamma.
I have looked at less than ten mss. form the north-west of the subcontinent before 1850:
they consistently use the long-vowel signs, but the special long-vowel sign when no wau follows, seems to be singular.
Below a ms. form the library of the University of Michigan. I duplicated two ū-signs in the middle of the right page: one before wau, one without wau: they are the same.
((Just to make it clear: After the "ḍamma without wau" there is a wau, but that wau carries a fatḥa = is a consonant, not a /ḥarf madd/ = not a lengthening letter.)) two more: Last I show that long-fatḥa /ā/ is used this way not only in "early" North-India, but in Syrian incriptions and Persian maṣāḥif as well: ‒
Mittwoch, 25. Dezember 2024
Fehler in der König-Fuʾād-Ausgabe
Auch wenn viele glauben, die KFA von 1342/1924 sei eine Ausgabe non variatur,
hatte sie eine Reihe von Fehlern, die ihre Kinder (die Ausgabe von '52)
und Enkel (die diversen ʿUṯmān-Ṭaha-Ausgaben) berichtigt haben.
Da sind einmal die Setzfehler, die nicht auf ihre geistigen Väter zurückgehen. Bergsträßer berichtet, dass in 4:165 ein Punkt auf dem zai von /ʿazīzan/ fehlte und in 24:60 auf /bikāḥā/ auf dem hāʾ ein ḫāʾ-Punkt war. Diese Fehler wurden so schnell korrigiert, dass noch keine Bibliothek ein fehlerhaftes Exemplar gemeldet hat.
> Der schlimmste Fehler, der al-Ḥusainī al-Ḥaddād unterlief, war dass er in 7:137 /kalimat/ mit geknüpften tāʾ schrieb;
das wurde in den großen KFAII-Ausgaben (auf der Druckerei der Nationalbibliothek gedruckt) professionell, in den kleinen kfe II (in Būlāq gedruckt) notdürftig korrigiert.
Doch war es wirklich ein Fehler? ḤḤ tat was er fast immer tat: er kopierte seine Warš-Vorlage entwaršt (fast immer, weil bei Versnummern und Pausen folgte er östlich-ägyptischen Autoritäten, bei den sajādāt den Hanafiten, beim Waṣl differenzierte er nicht nach dem Vokal bei vorheriger Pause).
Komisch, dass dieser Umstand vor mir niemandem aufgefallen ist, obwohl DAS neben Offset-Druck und grundlinien-orientierter Schrift, DER Punkt der KFA ist.
Alles was aḍ-Ḍabbāʿ 1952 tat, war Indien (und Libyen, Persien und der Türkei) zu folgen:
Anders als bei /kalimat/ (und /niʿamat/), die an einer Stelle so und an einer anderen anders geschrieben werden,
wo entweder ein Alif im rasm steht oder nicht,
verhält es sich bei der Frage, ob kasra das Hamza-Zeichen nach unten zieht oder nicht.
Es ist nur eine Konvention, aber eine Konvention, die entweder überall eingehalten wird oder nirgends.
Während in Indien und dem Maghrib kasra das Hamza-Zeichen runterzieht, tun sie es in Persien und im Osmanischen Reich nicht ‒ also taten es Ägypter vor dem Ersten Weltkrieg nicht, und ḤḤ unterlief es einmal, das Hamza oben zu lassen. Dieser eindeutige Fehler wurden 1952 berichtigt. Eine andere Korrektur, die 1952 gemacht wurde: /li‑ṭ‑ṭāġīna/ wurde 1924 mit einem normalen Alif, 1952 mit einem "Dolch-Alif" geschrieben. Wieder folgt ḤḤ Marrokko (und Libyen), aḍ-Ḍabbāʿ folgt niemandem ... ... Sollte er Parallelstellen gefolgt sein? Denn auf Abū Dāʾūd Sulaimān Ibn Naǧāḥs Muḫtaṣar at-tibyīn kann er sich nicht berufen (der schweigt dazu). Was ein schlimmer Fehler wäre ... Ein anderer Fehler ist ein falsch plaziertes Hamza. In 2:264 sollte das Hamza hinter dem Zahn sitzen (wie an den andern beiden Stellen). Durch Unachtsamkeit wurde es 1924 falsch gesetzt; später wurde das korrigiert. Ein anderes Problem in 73:20
in allen großen KFAs steht الن ;
in den kleinen von 1347/1929 bis 1371/1952 ان لن another problem occurs 73:20
the first KFE (1342/1924) has الن ;
from 1347/1929 to 1371/1952 small kfe's have ان لن
after 1952 all KFE II have الن ; today Madina editions have: ان لن
Außer bei den Pausen sieht der KFK/Madina noch zwei Fehler in dem KFAs, zumindest berichtigt er die Stellen:
‒
hatte sie eine Reihe von Fehlern, die ihre Kinder (die Ausgabe von '52)
und Enkel (die diversen ʿUṯmān-Ṭaha-Ausgaben) berichtigt haben.
Da sind einmal die Setzfehler, die nicht auf ihre geistigen Väter zurückgehen. Bergsträßer berichtet, dass in 4:165 ein Punkt auf dem zai von /ʿazīzan/ fehlte und in 24:60 auf /bikāḥā/ auf dem hāʾ ein ḫāʾ-Punkt war. Diese Fehler wurden so schnell korrigiert, dass noch keine Bibliothek ein fehlerhaftes Exemplar gemeldet hat.
> Der schlimmste Fehler, der al-Ḥusainī al-Ḥaddād unterlief, war dass er in 7:137 /kalimat/ mit geknüpften tāʾ schrieb;
das wurde in den großen KFAII-Ausgaben (auf der Druckerei der Nationalbibliothek gedruckt) professionell, in den kleinen kfe II (in Būlāq gedruckt) notdürftig korrigiert.
Doch war es wirklich ein Fehler? ḤḤ tat was er fast immer tat: er kopierte seine Warš-Vorlage entwaršt (fast immer, weil bei Versnummern und Pausen folgte er östlich-ägyptischen Autoritäten, bei den sajādāt den Hanafiten, beim Waṣl differenzierte er nicht nach dem Vokal bei vorheriger Pause).
Komisch, dass dieser Umstand vor mir niemandem aufgefallen ist, obwohl DAS neben Offset-Druck und grundlinien-orientierter Schrift, DER Punkt der KFA ist.
Alles was aḍ-Ḍabbāʿ 1952 tat, war Indien (und Libyen, Persien und der Türkei) zu folgen:
Anders als bei /kalimat/ (und /niʿamat/), die an einer Stelle so und an einer anderen anders geschrieben werden,
wo entweder ein Alif im rasm steht oder nicht,
verhält es sich bei der Frage, ob kasra das Hamza-Zeichen nach unten zieht oder nicht.
Es ist nur eine Konvention, aber eine Konvention, die entweder überall eingehalten wird oder nirgends.
Während in Indien und dem Maghrib kasra das Hamza-Zeichen runterzieht, tun sie es in Persien und im Osmanischen Reich nicht ‒ also taten es Ägypter vor dem Ersten Weltkrieg nicht, und ḤḤ unterlief es einmal, das Hamza oben zu lassen. Dieser eindeutige Fehler wurden 1952 berichtigt. Eine andere Korrektur, die 1952 gemacht wurde: /li‑ṭ‑ṭāġīna/ wurde 1924 mit einem normalen Alif, 1952 mit einem "Dolch-Alif" geschrieben. Wieder folgt ḤḤ Marrokko (und Libyen), aḍ-Ḍabbāʿ folgt niemandem ... ... Sollte er Parallelstellen gefolgt sein? Denn auf Abū Dāʾūd Sulaimān Ibn Naǧāḥs Muḫtaṣar at-tibyīn kann er sich nicht berufen (der schweigt dazu). Was ein schlimmer Fehler wäre ... Ein anderer Fehler ist ein falsch plaziertes Hamza. In 2:264 sollte das Hamza hinter dem Zahn sitzen (wie an den andern beiden Stellen). Durch Unachtsamkeit wurde es 1924 falsch gesetzt; später wurde das korrigiert. Ein anderes Problem in 73:20
in allen großen KFAs steht الن ;
in den kleinen von 1347/1929 bis 1371/1952 ان لن another problem occurs 73:20
the first KFE (1342/1924) has الن ;
from 1347/1929 to 1371/1952 small kfe's have ان لن
after 1952 all KFE II have الن ; today Madina editions have: ان لن
Außer bei den Pausen sieht der KFK/Madina noch zwei Fehler in dem KFAs, zumindest berichtigt er die Stellen:
‒
Montag, 16. Dezember 2024
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Wāṯiq allaḥ Brunai 2006
ein besonders interessanter UT1 erschien 1427/2006 unter der Schirmherrschaft des Sultans von Brunai Text in schwarz Voaklzeichen in rot V...
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Es gibt viele verschiedene Arten, den Koran zu schreiben. Man kann sie in zwei Gruppen einteilen: Afrika, Andalusien, (seit 1924 bzw. 198...
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Seit 1972 in einem zugemauerten Dachboden der Großen Moschee von Ṣanʿāʾ Tausende sehr alter Koranfragmente entdeckt wurden, genauer seit...




































